Erste-Hilfe-Kurse finden

Alle Kurse von über 200 Anbietern in vielen deutschen Städten

© Volkswagen

Absicherung der Unfallstelle: Was gehört in ein sicheres Auto?

Bei einem Unfall muss stets Erste-Hilfe geleistet werden. Um als Ersthelfer optimal ausgerüstet zu sein und um gleichzeitig den Schutz der eigenen Gesundheit sicherzustellen, ist es gesetzlich vorgeschrieben einen Verbandkasten, ein Warndreieck und eine PKW-Sicherheitsweste mit sich zu führen.
 

Der Verbandskasten

Foto Der PKW-Verbandskosten, umgangssprachlich auch Erste-Hilfe-Kasten genannt, ist Vorschrift gemäß der Straßenverkehrsordnung (StVZO) § 35h. Er gehört in jedes Auto und die Haltbarkeit des Inhalts muss regelmäßig überprüft werden.

Inhalt eines Verbandkastens
Ein Heftpflaster 5 m x 2,5 cm, acht Wundschnellverbände 10 cm x 6 cm, drei Verbandpäckchen mittelgroß, ein Verbandpäckchen groß, zwei Verbandtücher 40 cm x 60 cm, ein Verbandtuch 60 cm x 80 cm, zwei Fixierbinden 6 cm x 4 m, drei Fixierbinden 8 cm x 4 m, eine Rettungsdecke, sechs Kompressen 10 cm x 10 cm, zwei Dreieckstücher, eine Erste-Hilfe-Schere, vier Einmalhandschuhe, eine Anleitung zur Ersten Hilfe bei Unfällen

Die KFZ-Warnweste


Ab Mitte 2014 wird es in Deutschland Pflicht, für jeden PKW-Insassen eine Warnweste, gemäß Straßenverkehrsordnung auch "Sicherheitsweste" genannt, mitzuführen. Warnwesten können bereits für unter 2 Euro bei Amazon bestellt werden. Anbei finden Sie eine Übersicht der gesetzlichen Regelungen zum Tragen von PKW-Warnwesten in ausgewählten europäischen Ländern:


Land

Pflicht zur Mitführung einer Warnweste für Autofahrer?

Pflicht zur Mitführung einer Warnweste für Motorradfahrer?

Geldbuße

Wann muss die Warnweste angelegt werden?

Kommentare

Belgien

Ja

Ja

50 bis 1375 Euro

Bei Autopannen und Unfällen außerhalb geschlossener Ortschaften

 

Dänemark

Nein

Nein

keine

 

Es wird lediglich empfohlen eine Warnweste mitzuführen

Deutschland

Ja

Nein

14 Euro

Bei Unfällen außerhalb von geschlossenen Ortschaften oder bei besonderen Gefahrenzonen.

Nach der ursprünglichen Pflicht für Dienst- und Firmenwagen, wurde die Regelung auch auf private PKW ausgeweitet.

Finnland

Nein

Nein

kein Bußgeld

Empfehlung aber nicht verpfichtend

 

Frankreich

Ja

Ja

ab 50 Euro

Alle Personen die sich nach einem Unfall auf der Autobahn oder einer Schnellstraße befinden sind zum Tragen einer Warnweste verpflichtet

Seit dem 1. September 2008 wurde das Tragen von Warnwesten auch für Fahrradfahrer eingeführt die sich bei Dunkelheit oder schlechten Sichtbedingungen außerhalb von Ortschaften und Stadtgebieten bewegen. Dazu zählen auch schlechte Sichtbedingen am Tag. Diese Regelung gilt für alle Radfahrer einschließlich der Mountainbiker. Untersuchungen haben nachgewiesen dass eine Radfahrer am Tag bis zu dreimal besser und in der Nacht bis zu fünf Mal besser erkennbar ist. Für Fahrradfahrer beträgt die Strafe bei Zuwiderhandlung "nur" 22 Euro.

Griechenland

nein

nein

keine

In Griechenland ist es nicht gesetzlich vorgeschrieben eine Warnweste mit sich zu führen

 

Großbritannien

Nein

Nein

keine

 

Es wird lediglich empfohlen eine Warnweste mitzuführen

Italien

Ja

Nein

38 Euro

Bei einem Unfall oder einer Panne

Bei polizeilichen Kontrollen wird das Nicht-Mitführen meist nicht bestraft.

Kroationen

Ja

Ja

Höhe derzeit unbekannt

Die Regelung gilt bei Unfällen und Pannen außerhalb geschlossener Ortschaften. Für alle Personen die sich auf dem Grünstreifen, der Nothaltebucht oder in der Nähe der Straße aufhalten.

 

Luxemburg

Ja

Ja

49 bis 74 Euro

Alle Personen die sich nach einem Unfall auf der Autobahn oder einer Schnellstraße befinden sind zum Tragen einer Warnweste verpflichtet

Seit April 2008 gesetzlich vorgeschrieben. Auch für Fußgägner die sich im Dunklen oder bei Regen am Rande einer Schnellstraße aufhalten.

Montenegro

Ja

nicht bekannt

mindestens 50 Euro

Bei Pannen und Unfällen muß die Warnweste stets angelegt werden.

Es ist verpflichtend eine ausgepackte Warnweste hinter dem Fahrersitz zu befestigen.

Niederlande

Nein

Nein

keine

 

Es wird lediglich empfohlen eine Warnweste mitzuführen. Eine gesetzliche Pflicht gibt es hingegen in den Niederlanden nicht.

Norwegen

Ja

Nein

unbekannt

Außerhalb von Ortschaften, also auf Schnellstraßen und Autobahnen

Gilt für norwegische Fahrzeuge und Mietwagen. Es wird mit einer Ausweitung auf ausländische Fahrzeughalter gerechnet.

Österreich

Ja

Nein aber Trikes und Quads

mindestens 14 Euro

Wenn der Fahrzeuglenker oder ein anderer Insasse das Fahrzeug aufgrund einer Panne verlässt

Mitführung für jeden Fahrzeuginsassen; griffbereit in der Fahrgastzelle. Innerhalb einer geschlossen Ortschaft oder auf einem Autobahnparkplatz muß die Warnweste übrigens nicht getragen werden. Die Unfälle während Dunkelheit sind übrigens seit der Einfürung vor 9 Jahren signifikant gesunken.

Polen

Nein

Nein

keine

 

Es wird lediglich empfohlen eine Warnweste mitzuführen. Eine gesetzliche Verpflichtung hierzu gibt es in Polen nicht

Portugal

Ja

Nein

60 bis 300 Euro bei Nicht-Mitführen; bei Nicht-Tragen doppelt so hoch

Bei Unfällen und Pannen außerhalb geschlossener Ortschaften und auf allen Schnellstraßen

Gilt für portugiesische Fahrzeuge und Mietwagen.

Rumänien

Teilweise

Nein

ab 20 Euro

Bei Pannen und Autounfällen

Gilt nur für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen.

Russland

Nein

Nein

keine

 

Es wird lediglich empfohlen eine Warnweste mitzuführen. Eine Pflicht gibt es in Russland nicht.

Schweden

Nein

Nein

keine

 

 

Schweiz

nein

nein

nein

 

Nicht notwendig aber aus eigener Sicherheit empfehlenswert

Slowakei

Ja

Ja

unbekannt

Bei Unfällen und Pannen außerhalb geschlossener Ortschaften und auf allen Schnellstraßen

 

Spanien

Ja

Nein

bis zu 100 Euro bei 

Außerhalb von Ortschaften auf Randstreifen und in Notfallbuchten

 

Tschechien

Teilweise

nein

unbekannt

Bei Pannen und Unfällen. Ohne Einschränkungen.

Gilt für gewerbliche Fahrzeuge wie Mietwagen oder Dienstwagen, LKW und Vorführwagen.

Ungarn

Ja

Ja

bis zu 120 Euro

Stets bei Pannen und Autounfällen zu tragen

Gilt auch für Fahrräder

Das Warndreieck

Das Warndreieck dient vor allem der eigenen Sicherheit im Falle eines Unfalls. Durch die Kennzeichnung der Unfallstelle wird der herannahende Verkehr frühzeitig gewarnt und kann entsprechend seine Geschwindigkeit reduzieren und falls notwendig die Erste Hilfe Maßnahmen unterstützen. 

Beim Kauf des Warndreiecks ist vor allem die Standfestigkeit des Warndreiecks zu beachten. Sie sollten das Warndreieck ca. 150-200 Meter von der Unfallstelle entfernt aufstellen. Bei schlechten Sichtverhältnissen wie einer Kurve oder einer Bergkuppe muss es davor platziert werden. Den richtigen Umgang mit den Sicherheitsutensilien lernt man übrigens bei einem Erste-Hilfe Kurs für Führerscheinanwärter. Gemäß amtlichen Vorgaben muss dieser Kurs gemacht werden um die Fahrerlaubnis zu bekommen. Es ist nicht verpflichtend, aber ratsam den Kurs in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. „Alle vier bis sechs Jahre wäre eine Auffrischung der Lebensnotwendigen Sofortmaßnahmen am Unfallort sehr wünschenswert“, so Achim Scholl vom ADAC in München. Dieses sollte aber laut Scholl nicht verpflichtend werden, sondern nach wie vor auf freiwilliger Basis geschehen: „Ein Eingreifen des Gesetzgebers halten wir vom ADAC weder für erforderlich, noch für zuträglich. Vielleicht sollten Betriebe wieder vermehrt Erste-Hilfe-Kurse anbieten“ fügte Achim Scholl hinzu.


Zurück zur Übersicht Erste-Hilfe-Kurse