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Herz-Lungen Wiederbelebung

Wie bei allen lebensrettenden Maßnahmen steht gerade bei der Reanimation von Schwerverletzten die Alarmierung des Rettungsdienstes im Vordergrund. Fast genauso wichtig ist es aber auch keine Zeit zu verlieren. Schnelle und besonnene Hilfe ist bei der Reanimation von hoher Wichtigkeit. Wenn zwei oder mehr Helfer zur Verfügung stehen, ist eine Arbeitsteilung ratsam, so dass die Wiederbelebung nicht weiter verzögert wird.
Sollte ein halbautomatisches Defibrillationsgerät (kurz Defibrillator) zur Verfügung stehen, ist der Einsatz dringend zu empfehlen. Solche Geräte können auch von ausgebildeten Laienhelfern bedient werden. Hierdurch erhöhen sich die Überlebenschancen des Betroffenen merklich. Mit einem Defibrillationsgerät kann das Flimmern des Herzens durch einen gezielten Elektroschock beseitigt werden.

Die Herz-Druck-Massage

Zur Durchführung der Herz-Druck Massage sollten Sie sich seitlich neben den Patienten knien. Legen Sie eine Hand auf Brust des Patienten. Es ist ggf. notwendig die Brust des Patienten zu entblößen.
  1. Legen Sie den Handballen Ihrer zweiten Hand auf Ihre erste Hand und verkreuzen Sie die Finger Ihrer beider Hände miteinander. So stellen Sie sicher, dass die Rippen des Patienten geschont werden. Halten Sie Ihre Arme stets durchgestreckt.
  2. Knien Sie sich im 90° Winkel neben den Patienten und drücken Sie in einer konstanten vertikalen Bewegung auf das Brustbein. Drücken Sie so lange, dass die Brust ca. 5 cm tief reicht.
  3. Nach jedem Druckaufbau ist der Druck wieder zurückzuführen, allerdings ohne dass der Kontakt zwischen den Händen und dem Brustbein aufgegeben wird. Führen Sie bei einem Erwachsenen eine Geschwindigkeit von ca. 100 Druck-Massagen pro Minute durch.

 

Die Beatmung des Patienten
 

  1. Nach 30 Druckmassagen ist die Mund-zu-Mund (alternativ Mund-zu-Nase) Beatmung an der Reihe. Überstrecken Sie zunächst den Mund des Patienten. Dieses machen Sie wie folgt:

  2. Legen Sie eine Hand auf die Stirn des Patienten und zwei Finger an das Kinn.

  3. Überstrecken Sie nun den Kopf, indem sie durch vorsichtiges Drücken auf die Stirn den Kopf vorsichtig nach hinten beugen. Öffnen sie anschließend leicht den Mund des Patienten.

  4. Schließen Sie die Nase des Betroffenen durch leichtes drücken auf die Nasenflügel.

  5. Drücken Sie Ihren Mund fest auf die Lippen des Betroffenen und blasen Sie Ihre Ausatemluft in seinen Mund. Es sollte nicht zu viel Atemluft in die Lungen geblasen werden. Optimal ist ein Volumen von 0,5 Litern, was ungefähr einem Dreiviertel des normalen Atemvolumens bei einem Erwachsenen entspricht.

  6. Bitte beachten Sie die die Finger am Kinn des Betroffenen zu belassen.

  7. Führen Sie zwei Beatmungen durch.

Überprüfen Sie nach der Herz-Druck-Massage und der Beatmung erneut die Vitalfunktionen des Betroffenen. Sollten den Herzschlag und die Atmung immer noch nachhaltig gestört sein, ist der hier beschriebene Rhythmus zu wiederholen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte.
Bitte beachten Sie Folgendes: Die Notfallmedizin ist einem stetigen Wandel und Weiterentwicklungen unterzogen. Informieren Sie sich stets aufs Neue ob es etwaige Anpassungen der geltenden Lehrmeinung gibt. Der Standard für Erste-Hilfe und Sofort-Maßnahmen am Unfallort wird von der Europäischen Gesellschaft für Notfallmedizin („European Resuscitation Council“) (link: https://www.erc.edu/ ) herausgegeben. Diesen Empfehlungen ist Folge zu leisten.


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